DER Weg zum MenschSEIN – Gib nicht auf

[Mann]
Das Land ist stolz, und wir sind stark geworden in diesem Land.
Jeder hat uns gewollt, wir waren erwünscht, erwählt.
Man hat mich kämpfen gelehrt, siegen.
Und ich habe niemals geglaubt, dass ich versagen könnte.
Aber jetzt gibt es nichts mehr, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Zumindest sieht es so aus.
Ich bin ein Mann, den seine Träume verlassen haben.
Ich habe meinen Namen geändert,
ich habe mein Gesicht geändert.
Aber das hilft nichts.
Niemand will dich, wenn du verlierst.

[Frau]
Gib nicht auf.
Gib dich nicht geschlagen.
Noch nicht.
Du hast Freunde.
Du hast mich und ich glaube an dich.

[Mann]
Ich sehe, was um mich vorgeht.
Aber ich hatte nie das Gefühl, dass das alles auch mich angeht.
Ich habe immer geglaubt, dass wir die Spitze sind.
Aber die Dinge haben sich geändert.
Letzte Nacht bin ich nach Hause gefahren,
dorthin wo ich geboren wurde, an das Haus am See.
Und als es Tag wurde, sah ich nur noch die nackte Erde.
Der Wald war niedergebrannt.

[Frau]
Gib nicht auf.
Es gibt uns noch.
Wir brauchen nicht viel,
nur einen Ort, wo wir hingehören.
Ruh dich aus, du machst dir zu viele Sorgen.
Wenn’s eng wird, dann sind immer noch wir da.
Bitte, gib nicht auf.

[Mann]
Ich muss fort, muss gehen.
Es wird zuviel für mich.
Ich werde auf der Brücke stehen,
werde auf das Wasser hinunter starren,
sehen, wie der Fluss fließt.
Und dann werde ich mich entscheiden.
Egal, was ich verliere, egal, was ich zurücklasse.

Das war damals.
Jetzt bin ich in eine Stadt gezogen,
habe versucht, sesshaft zu werden.
Soviele Menschen hier.
Zu viele Menschen für zu wenig Arbeit.

[Frau]
Gib nicht auf.
Du hast Freunde.
Du hast uns.
Du bist nicht der einzige, dem es so geht.
Da gibt es nichts, wofür du dich schämen musst
Wir sind stolz auf dich.
Und irgendwo gibt es einen Platz, wo wir hingehören.
Ein Zuhause.

 

Quelle: DER Weg zum MenschSEIN – Gib nicht auf

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