​DAS OPFER


Hallo Du, 

ich bins. Wie nennst du mich gern.. das Opfer. Ja genau. Ein Opfer zeichnet sich dadurch aus, dass es sich immer wieder für den Schmerz entscheidet, sich über die Vergangenheit identifiziert und glaubt seine Gefühle und Emotionen haben was mit Liebe zu tun. Super naiv .. ist ja klar. Und unerwacht.
Ein sogenanntes Opfer leidet gerne und behauptet andere sind mit verantwortlich daran, dass sie sich verletzt fühlt. Ein Opfer kämpft um etwas dass für dich sinnlos erscheint, sie kämpft um Menschen, um Bindungen und um Partnerschaften und vor allem kämpft sie um sich selber. Was bedeutet, sie kämpft ums überleben. Doch lass uns nicht zu theatralisch werden. Denn dazu neigen Opfer, ach ja hysterisch werden sie auch gerne bezeichnet. 
Sie handeln irrational und leidenschaftlich. Sind wenn sie mal in Rage sind schwer zurück zuhalten und schmeissen auch mit Gegenständen um sich. Opfer weinen auch. Das sagst du, ist die absolute Trumpfkarte, denn die Tränen zeigen nur, dass sie es noch nicht überstanden haben, noch nicht raus sind aus der Falle und bei jeder Gelegenheit überempfindlich reagieren und alles auf sich beziehen. 
Oper handeln taktisch sehr unklug, was sie natürlich zum klassischen Opfer macht für jemanden der das Leben vollends im Griff hat… zu allem den notwendigen Abstand gefunden hat, und sich seiner Abhängigkeiten überaus bewusst ist und darum die Kontrolle hat.. doch er hat sich im Gegensatz zum Opfer, für die Leichtigkeit und Harmonie entschieden. Und weil er sich dafür entschieden hat, kann er es nicht verstehen wie sich jemand den Weg ins Glück selber versagen möchte, in dem er Opfer bleibt.
Tja so sind wir Opfer nunmal. Verletzliche jammernd, jaulende Wesen, die nichts besseres zu tun haben, als auf ihren Gefühlen zu beharren, auf ihr Herz zu hören und ihren Emotionen freien lauf zu lassen. 
Ja das Opferdasein ist dunkel und düster. Wir lachen auch kaum, wenn dann heulen wir lieber und geben dir das Gefühl du bist nicht gut genug, oder es reicht uns nicht.. weil wir sind auch sehr gerne zuviel. Ja.. das passt ins klassische Opferschema. Die Frau, die zuviel ist, zuviel will, zu viel erwartet, zuviel fordert und niemals zufrieden ist.
Es gibt soviel zu schreiben über das Opfer, denn wir sind so viele. Und sehr oft habt ihr es geschafft, das wir es selber glauben, dass wir selber an uns zweifeln, weil wir zuviel Gefühle haben… darum haben wir früh angefangen uns zu therapieren, uns zu verändern… aber erst als wir merkten mit euch klappt das nicht ;).
Ja ja.. das Opferdasein ist ein schweres.. wenn man denen zuhören möchte, die es behaupten. Die unsere Tiefsinnigkeit gegen Schwere austauschen. Unsere Mitfühlen mit Leid in einen Topf werfen, und uns den Schmerz als Liebesersatz unterjubeln wollen.
Aber weisst du was… Scheiss drauf. Wenn das ein Opfer ist.. dann bin ich gerne ein Opfer… weil du schlägst nicht in meiner Brust, du fliesst nicht durch meine Blutbahnen und du bist nicht der Kuss den ich verschenke aus Lust und Liebe. Ich mag ein Opfer sein, weil ich Sehnsucht nicht verteufle, Bedürftigkeit nicht als Schwäche bezeichne und Abhängikgeit für mich kein Grund ist etwas los zu werden. Doch ich will loswerden, was mich runterzieht.. und wenn das du bist, bist das eben DU. Denn wenn.. dann will ich dich ganz… vollkommen GANZ. zuviel oder? 😉
Oper? 

Opfer ist das neue WILD

Quelle: Opfer

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