Dogma…Dogma….Dogma…

Was ist ein Dogma:

 

Definition Dogma, Quelle Wikipedia:

„Unter einem Dogma ……….versteht man eine feststehende Definition oder eine grundlegende, normative Lehraussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird.“

 

Dogmen ziehen sich durch unser ganzes Leben, oft sogar gänzlich  unbemerkt. Wir haben viele Dogmen so verinnerlicht, dass wir sie gar nicht wahrnehmen (blinder Fleck) und dass wir sie schon gar nicht in Frage stellen.

 

In den Religionen wimmelt es nur so von Dogmen.

 

Dir wird ganz klar gesagt, was du tun darfst und was nicht…. und wenn du etwas tust, was du nicht darfst…., dann wirst du bestraft…vom – interessanterweise benannten – „lieben“ Gott.

Religiöse Dogmen sind meist die, die am schwierigsten zu transformieren sind.

Und es gibt eine Menge davon, die muss ich hier nicht aufzählen.

 

Kleiner Exkurs: 

Ich war bis Mitte 30 Mitglied der evangelischen Kirche, hatte mich zuvor sehr ausführlich mit der Geschichte von Kirche und Religion beschäftigt und die Informationen bewogen mich, aus der Kirche auszutreten. Ich konnte nicht mehr länger Mitglied in einem Verein sein, dessen Machenschaften und Regeln ich für mich nicht akzeptierte.

 

Warum ich das hier erwähne? 

Weil ich einige Menschen kenne, die zwar mit Kirche nichts mehr am Hut haben und über die Machenschaften der Kirchen informiert sind UND dennoch in dem Verein verbleiben. 

(Ich benutze absichtlich das Wort „Verein“, ich könnte auch „Gemeinschaft“ sagen, ist das gleiche in grün.)

 

Und auf Nachfrage, warum sie denn nicht austreten, kommt häufig die Antwort: „wegen meinen Eltern, das kann ich denen nicht antun“ oder „wegen meinen Kindern“ oder „wenn ich sterbe, werde ich nicht ordentlich beerdigt, sondern einfach so verscharrt, das will ich meinen Angehörigen nicht antun“…interessant übrigens, dieses Gerücht mit dem „nicht richtig beerdigt werden“ hält sich hartnäckig, war auch früher so, ist heute alles ganz anders.

Also im Grunde genommen sind das alles Ausreden…. ich will ja, ABER…… und bei vielen spürte ich auch noch das unterschwellige Wirken dieses Dogmas: wenn du das tust, dann bestraft dich der „liebe“ Gott. 

 

Jetzt komme ich zum Punkt, wo ich eigentlich hin wollte:

Wenn du Mitglied in einem Verein bist, stehst du mit der Energie dieses Vereins in Verbindung, denn du unterwirfst dich dessen Regeln… egal, ob Kirche oder Sportverein. Und somit hast du sehr wohl etwas damit zu tun. Es ist eine energetische Verbindung, ob du willst oder nicht.

 

„Bis dass der Tod uns scheidet“  Auch das ist ein tiefgreifendes Versprechen, das viele – oft unbewusst – noch lange belastet, auch nach einer Scheidung. Es bindet dich energetisch. Mache dich frei und löse dieses Versprechen ganz bewusst auf!

 

Dann gibt es auch die Menschen, die sich von ihrem Partner getrennt haben und auch schon ein neues Leben angefangen haben mit einem neuen Partner, sich aber nicht scheiden lassen wollen, z.B. aus „finanziellen Gründen“…..auf dem Papier sind sie noch verheiratet und es gilt „wie es geschrieben steht“….die energetische Verbindung ist noch da, der Vertrag besteht noch..….nur mal so zum nachdenken und hinein fühlen.

 

Meine Frage an dich: mit wem oder was bist du noch energetisch verbunden, obwohl du weisst, das ist nicht mehr deins, entspricht nicht mehr deiner Frequenz? Und welche Ausrede hast du, dass du die energetische Trennung nicht vollziehst?

 

Zurück zum Thema.

 

Wenn Mensch sich aufmacht auf den Weg des Bewusstseins, nennt er es häufig: den Weg der „Spiritualität“.

(wie du vielleicht schon bemerkt hast, benutze ich dieses Wort so gut wie gar nicht, denn es ist so besetzt mit Dogmen)

 

Ich habe im Laufe von Jahrzehnten in die unterschiedlichsten spirituellen Konzepte, Lehren und Gruppen hinein schnuppern dürfen. (ich hatte ja schon mal erwähnt, ich wollte immer alles ganz genau wissen und erforschen).

 

Selbst wenn die Lehre rein war, wurde sie oft von Mensch verdreht und mit Dogmen belegt. Und ich suchte seinerzeit Gleichgesinnte und fand so mal die eine, mal die andere Gruppe, lange blieb ich nie und zog mich immer wieder in mich selbst zurück.

 

Interessanterweise fand ich viele Parallelen zu den religiösen Dogmen.

 

Wenn du erleuchtet werden willst, dann MUSST du….dies oder jenes tun.

Wenn jemand zu dir sagt: „du musst“, lauf ganz schnell weit weg.

 

Ich hatte viele Lehrer, die mich inspiriert haben. Und auch solche, die ich demaskiert habe. Schau hin, ob dein Lehrer das, was er lehrt, auch selber lebt. Viele Ent-Täuschungen sind mir begegnet und das war gut so!

 

Die Spiri-Szene ging mir irgendwann auf den Keks….

So viel „Licht und Liebe“- Geplappere und wenn ich dahinter schaute, kam ich oft aus dem Staunen nicht mehr raus… Namasté…OM…

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich auch wunderbare Seelen kennengelernt habe bzw. kenne, wo ich dieses „Licht und Liebe“ auch fühlen konnte und kann.

 

Spirituelle Dogmen, die mir immer mal wieder begegnet sind. Hier nur eine kleine Auswahl:

 

Armut ist ein Zeichen von Spiritualität!

Du brauchst nicht viel! Geld ist schlecht und Reichtum erst recht!

Eines der größten Dogmen, sehr verbreitet unter den sogenannten Lichtarbeitern, die die Fülle nicht in ihr Leben lassen konnten oder können.

Es gibt diesen Spruch: „Geld verdirbt den Charakter“. Wer hat sich den eigentlich ausgedacht? Ich sage schon lange: „Geld zeigt den Charakter“.

UND die Fülle steht dir zu, auf allen Ebenen, dafür bist du hier….das Leben zu genießen.

 

Du darfst kein Fleisch mehr essen! Sonst kannst du nicht erleuchtet werden.

(und/oder Alkohol trinken oder rauchen)

Wer stellt solche Thesen auf? Stimmen sie überhaupt? Hast du das mal hinterfragt?

Wenn du aus dir selbst heraus fühlst, dass du plötzlich Abneigung gegen Fleisch oder Alkohol hast, dann folge dem Impuls. Dann ist das für dich genau so richtig. Alles andere ist Dogma.

 

Ich hatte vor über 20 Jahren aufgehört, Schweinefleisch zu essen. Da war plötzlich dieser Tag, da konnte ich gebratenes oder gegrilltes Schweinefleisch nicht mehr riechen, mir wurde sofort übel und das ist bis heute so.

Ich hatte lange fleischfreie Phasen, auch Alkohol- und rauchfreie Phasen und dann wieder das Gegenteil. Ich lasse mich führen, was mir gerade gut tut und was mein Körper braucht. Und wenn ich Fleisch kaufe, achte ich darauf, wo es herkommt, denn die Massentierhaltung will ich nicht unterstützen.

 

Glaubst du wirklich, dass deine Erleuchtung davon abhängig ist, was du isst?

Welche Bewertung und Verurteilung doch dahinter steckt.

 

DAS ist gut und DAS ist schlecht, Dualität lässt grüßen. Wer sagt das? Dein Verstand, indoktriniert vom Dogma oder deine Seele?

 

Höre auf deine Seele und alles ist gut und kümmere dich nicht drum, was andere tun!

 

Lass die anderen ihre Spielchen spielen und Kämpfe führen, Veganer gegen Fleischesser, Veganer gegen Vegetarier und umgekehrt. Was für eine Ablenkung!

 

Erleben durfte ich auch öfters, dass ich im persönlichen Kontakt mit sogenannten spirituellen Menschen sofort „unten durch“ war, als sie sahen, dass ich mir eine Zigarette anzündete. Und ich wurde gefragt: „WAS? Du rauchst NOCH?“ Und ihr Gesichtsausdruck sagte mir: „Ach, die Arme, die ist noch nicht soweit“ 🙂

Und wenn mein kleiner Kobold dann übernahm, antwortete ich öfters: „Ja, ich rauche, saufe und habe Sex. Und jetzt?“ Ich konnte es manchmal nicht lassen, zu provozieren 🙂

 

Lange Haare sind wichtig, um den Kontakt noch oben zu bekommen.

Ach was… dann haben die Glatzköpfe aber ganz schön Pech gehabt, oder?

 

Es gibt nicht nur in den Religionen, sondern auch in spirituellen Vereinigungen viele Dogmen in Bezug auf Sexualität, z.B.

Selbstbefriedigung ist schlecht, weil…… (da soll es wohl unterschiedliche Gründe geben)

Sexualität ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg ins Bewusstsein, auch die Sexualität mit sich selbst. Sonst hätten ja die, die ohne Partner sind, auch wieder Pech gehabt wie die Glatzköpfe, oder?

 

Und ja, es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die sexuelle Energie auch genutzt werden kann für Kreativität und da gibt es Übungen, die man machen kann, wenn man will.

Es gibt auch spirituelle Gruppen, die dir einreden wollen, du bist verklemmt, wenn du nicht mit jedem Körperflüssigkeiten austauschen willst, nach dem Motto: wir lieben uns doch alle…..

 

Dogmen gibt es wie Sand am Meer.

Und es gibt auch solche, die wir uns selbst geschaffen haben.

 

Da erwische ich mich auch öfters noch…. ich tue etwas auf eine bestimmte Art und Weise, die sich so eingeprägt hat, dass ich lange Zeit gar nicht auf die Idee kam, ich könnte es auch mal anders machen – und sogar leichter.

 

Selbst-Beobachtung ist noch spannender als andere zu beobachten 🙂

 

Vielleicht hast du dich in meinen Ausführungen wieder erkannt, vielleicht auch nicht. Vielleicht hat es dich angeregt, bei dir selbst noch mal nachzuschauen, ob und welche Dogmen du noch lebst.

 

Wie auch immer:

Tue einfach, was DIR gut tut. Es gibt kein richtig oder falsch!

 

HERZlichst

Amira-Renate

Quelle : Dogma

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